Freiflächengestaltung Koppenstraße, Berlin (DE)

An der Schnittstelle von Palisaden– und Koppenstraße treffen nicht nur zwei Straßenräume aufeinander, auch bauliche Relikte aus Gründerzeit, Nachkriegsmoderne und DDR–Architektur scheinen hier miteinander verwoben zu sein. Umso interessanter erscheint die Frage nach einer angemessenen, die Geschichte des Ortes nicht negierenden, vermittelnden Gestaltsprache der Freiräume. Der Koppenhain ist ein Ort, an dem sich Berlin von all seinen Seiten zeigen kann und die Menschen herzlich dazu einlädt, im kühlenden Schatten des Blätterdachs Platz zu nehmen. Die Koppenstraße ist ihrer Funktion als reiner Verkehrsraum überflüssig geworden, als Durchgangsstraße zum Quartier wird sie nicht weiter benötigt. Die Koppenstraße wird daher zum verkehrsberuhigten Bereich umgewidmet. Ein einheitlicher Belag aus quadratischen Platten (40x40cm), erstreckt sich über die gesamte Länge des neuen Begegnungsraums und erinnert in ihrer Materialität an bereits vorhandene Bodenbeläge aus DDR–Zeiten. Fußgänger*innen haben hier Vorrang und sollen den ehemaligen Straßenraum zum Flanieren abseits der großen Magistralen der Stadt nutzen und ihn beleben. Zugleich bietet die ehem. Koppenstraße einen adäquaten Auftakt für das neue Gesundheitszentrum, dessen Klient*innen auch nach dem Besuch von der einladenden Geste des anschließenden Quartiersplatzes empfangen werden sollen. Insgesamt umfasst das Projektgebiet rund 6.000 Quadratmeter.

Visualisierungen: © David Willner, Partner*innen: Argus Studio (Wettbewerb) + Plan N GmbH (Objektplanung) , Auftraggeber*innen: Bezirksamt Friedrichshain–Kreuzberg, Berlin,
Leistungen: Wettbewerb 1. Preis (2024) mit Verkehrsplanungsteil + LPH 1-9, Status: in Planung