Entwicklung Zukunftsquartier Piek 17, Bremen (DE)
Auszug Preisgerichtsprotokoll:
Der Entwurf besticht durch eine robuste Grundstruktur und gut proportionierte Freiräume. Insbesondere die Öffnung der Freiräume zum Wasser und die Anbindung an den Überseepark und die Eduard-Suling-Straße bieten Potenzial zur Belebung und Orientierung innerhalb des Quartiers. Die städtebauliche Körnung und Maßstäblichkeit des Entwurfs sind angemessen. Die vorgeschlagenen Zäsuren von Schuppen 17 tragen wesentlich zur Vernetzung innerhalb des Gesamtquartiers bei. Überprüft werden sollte die Ausbildung räumlicher Akzentuierungen, insbesondere an der Aufweitung des Hafenparks zur Weser. Die vielfältige Nutzungsstruktur mit innovativen Ideen zeichnet die Arbeit aus. Diese äußert sich in einem typologischen Mix, der keine Monotonie aufkommen lässt. Die vorgeschlagenen Nutzungscluster sind differenziert ausgearbeitet und milieubildend positioniert. Positiv bewertet wird besonders die typologische Durcharbeitung der Werkshöfe. Die postulierte Aufteilbarkeit der Höfe in individuell vermarktbare Grundstücke wird allerdings nicht nachgewiesen. Die Typologien am Hafenpark sind von „hinten“ über den Werkhof erschlossen, haben zum Park „nur“ eine fußläufige Adresse. Städtebaulich ist die Beziehung zwischen Wohnquartier und Werkhöfen sehr gelungen. Übergänge und Eingangssituationen sind gut gestaltet, neben Dienstleistungen sind in den Erdgeschosszonen auch soziale Angebote vorgesehen. Das Maß der Begrünung in den Werkhöfen ist zu prüfen. Die Nutzungsideen für die Kühlhausnase und den Schuppen 17 sind schlüssig und nachvollziehbar. Der Vorschlag, mit Ansiedlungen von Pioniernutzungen und Gründern einen Impuls in der Startphase zu setzen, wird positiv gewürdigt. Geprüft werden sollte der Schuppen 17 im Hinblick auf die Dimensionierung des Kultur- und Veranstaltungsclusters am Waller Sand. Die vorgeschlagene Phasierung des Gesamtquartiers, ausgehend von der Aktivierung des Schuppen 17 über die Werkhöfe von Nord nach Süd, wird dem Charakter des Gebietes gerecht und ist gut umsetzbar.
Visualisierungen: © TREIBHAUS.LAND + Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus, Partner*innen: Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus, Auftraggeber*innen: Stadt Bremen,
Leistungen: Wettbewerb 1. Preis (2025) und Rahmenplanung , Status: in Planung

