Freiflächenkonzept Eiermannbau, Apolda (DE)

Im Projekt Freiflächenkonzept Eiermannbau Apolda, im Rahmen der IBA Thüringen, ging es darum für die industrielle Brachfläche am denkmalgeschützten Eiermannbau Perspektiven einer zukünftig intensiveren Nutzung aufzuzeigen. Dieser Aufgabe widmeten wir uns prozesshaft und in einem interdisziplinären Team. Die Beteiligung der bereits aktiven Akteure, intensive Abstimmungen, die Erarbeitung eines stabilen und langfristig gedachten Freiraumkonzeptes und eine öffentliche Präsentation am Tag der Architektur am 27.07.21 machten diesen Auftrag besonders spannend und vielschichtig. Das Freiraumkonzept der ‚Open Fields’, angelehnt an das Standortprofil der Open Factory, schafft ein stabiles Gerüst für eine langfristige, sukzessive Entwicklung der Liegenschaft bis 2030. Dabei lag der Fokus auf dem Umgang mit der prägenden Bestandsvegetation, die sich seit dem Abbruch der ehemaligen Feuerlöscherproduktion und Glockengießerei entwickelt hat. Diese heterogene und biodiverse Vegetation zu erhalten, gestalterisch in Szene zu setzen und in eine Pflegesituation zu überführen war ein wichtiges Element des erarbeiteten Freiraumkonzeptes. Der zusätzlich erarbeitete Rahmenplan benennt außerdem Möglichkeiten und Grenzen einer möglichen baulichen Entwicklung der Liegenschaft, die jedoch den biodiversen und von der Vegetation geprägten Charakter erhält und sich in diesen einfügt.

Fotos: © Stiftung Baukultur Thüringen/IBA Thüringen, Fotograf: Thomas Müller, Partner*innen: Teleinternetcafe Architektur und Urbanismus + umschichten + Station C23, Auftraggeber*innen: Internationale Bauausstellung Thüringen GmbH, Leistungen: Freiraumkonzept + Rahmenplanung + Hands-On, Status: realisiert